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Bourg-en-Bresse : vom gallischen Dorf zum Verwaltungssitz des Departements Ain

© Ville de Bourg

Bourg-en-Bresse ist eine Stadt mit einer reichen Vergangenheit, die ihr authentisches Kulturerbe zu bewahren wusste, das von ihren verschiedenen Entwicklungsstufen zeugt. Die ehemals römische Stadt wurde während des Mittelalters Savoyen angegliedert, ehe sie im 16. Jahrhundert wieder französisch wurde. Die Stadt ist voller alter Gebäude, die Zeugen dieser glorreichen Vergangenheit sind: mittelalterliche Holzhäuser, die Renaissancefassaden ehemaliger Bürger- und Adelshäuser, beispielsweise das „Hôtel Marron de Meillonnas“, die Kirche „Unserer Lieben Frau“ … Ihre berühmteste Attraktion ist jedoch ein Meisterwerk der Spätgotik: das Königliche Kloster von Brou, das von Margarete von Österreich gegründet wurde.

Weitere Baudenkmäler illustrieren die jüngere, jedoch nicht weniger bedeutende Geschichte: das einstige städtische Krankenhaus „Hôtel-Dieu“ mit seiner historischen Apotheke , das Theater und der Gebäudekomplex „La Grenette“, das Zentrum Albert Camus, die Kapelle des ehemaligen Jesuitenklosters, das heutige Lycée Lalande …

In gallorömischer Zeit

Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung im Gebiet von Bourg-en-Bresse reichen bis in keltische Zeit zurück. Vereinzelte Hinweise lassen vermuten, dass der Mensch sich in Brou niederließ, wo sich die Reyssouze verhältnismäßig leicht überqueren ließ.

In gallorömischer Zeit existierten zwei Siedlungsgebiete nebeneinander: In Brou wurde um ein „Fanum“ (den Göttern geweihter Ort oder Tempel) herum ein Dorf errichtet und ein kleines Fort, das später zu einer Feudalburg ausgebaut wurde, ragte an der Stelle des ehemaligen Gefängnisses (Place des Lices) in die Höhe.

12. Jahrhundert: die feudale „Burg“

Photo de la rue de style féodal Bourgmayer. Rue Bourgmayer - © S. Buathier

Der antike römische Turm wird zur feudalen Burg. Um sie herum schießen die Siedlungen aus dem Boden und eine erste Verkehrsachse, die „Bourg-mayer“, entsteht. Nach und nach breitet sich die Stadt über die Hänge des Plateaus aus. Bourg-en-Bresse entwickelt sich Stück für Stück weiter und profitiert dabei von der nahen Handelsstraße nach Italien.

12. - 14. Jahrhundert: die savoyische Stadt

Im Jahr 1272 fällt die Provinz Bresse an das Haus Savoyen, um die Stadt herum wird ein erster Wall errichtet. Als Grenzstadt umgibt sich Bourg in der zweiten Hälfte des 14. und zu Beginn des 15. Jahrhunderts mit einer größeren und mächtigeren Festung. Neue, an der Peripherie gelegene Viertel werden in die Stadt integriert. An der Verbindung Mâcon-Turin gelegen, blühen in Bourg-en-Bresse der Handel, der Geldwechsel, die Märkte und das Gerber- sowie Weberhandwerk auf.

Das Bürgertum lässt sich Fachwerkhäuser errichten. Einige Beispiele dieser Architektur existieren noch heute in der Rue Basch und der Rue du Palais. Am Ende des Mittelalters zählt Bourg-en-Bresse 3700 Einwohner.

16. Jahrhundert: die 1. französische Besetzung und die Zitadelle

Königliches Kloster von Brou Königliches Kloster von Brou - © S. Buathier

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wird auf Ansinnen Margaretes von Österreich, der Gemahlin des Herzogs von Savoyen, das Königliche Kloster von Brou erbaut.

Zwischen 1536 und 1559 wird die Stadt wieder französisch, François I. lässt Bourg-en-Bresse mit einer modernen Stadtmauer samt Bastionen und Gräben ausstatten, die 6000 Einwohner beschützen.

Angesichts der Bedrohung durch das Königreich Frankreich lässt Herzog Emmanuel Philibert von Savoyen die „Fort Saint-Maurice“ genannte Zitadelle errichten, die eine der wehrhaftesten Militäranlagen ihrer Zeit darstellt. Nachdem die Provinz Bresse im Jahr 1601 an Franzreich abgetreten worden war, wurde die Zitadelle im Jahr 1611 zerstört.

18. Jahrhundert: die Wandlung der städtischen Struktur

Im Verlauf der Regierungszeit Ludwigs XV. verändert sich die Stadt auf radikale Weise: Die Sümpfe werden trockengelegt, die Straßen gepflastert und beleuchtet, neue Gebäude von Bürgern und Adeligen erbaut (das heutige Rathaus, das „Marron de Meillonnas“, das „Hôtel de Bohan“ …). Die Bevölkerung wächst auf 7000 Einwohner.

Die Revolution erhebt die Stadt in den Rang einer Departements-Hauptstadt und überträgt ihr neue administrative Funktionen.

19. Jahrhundert: die Ausdehnung der Stadt

Bahnhof von Bourg-en-Bresse (1910). Bahnhof von Bourg-en-Bresse (1910) - © Archives municipales

Die Ankunft der Eisenbahn im Jahr 1857 bringt die Umwandlung der ländlich geprägten Vorstädte mit sich. Die Anlage des Bahnhofviertels und des Stadtteils „Bel Air“ lässt die Fläche der Stadt auf das Doppelte anwachsen. Im Jahr 1850 erreicht die Bevölkerungszahl die Schwelle von 10 000 Einwohnern.

Das 20. Jahrhundert: die Ära des rasanten Wachstums

Stadtteil „ Reyssouze“ (1963) Stadtteil „ Reyssouze“ (1963) - © Archives municipales

Der Anfang des Jahrhunderts (1900-1920) ist geprägt durch die massive Ansiedlung von Arbeitskräften, die vom Land in die Stadt ziehen. So weitet sich Bourg-en-Bresse immer mehr aus und seine Bevölkerungsdichte steigt. Die ersten Fabriken werden aus dem Boden gestampft, Vorboten des kommenden industriellen Erfolgs.

In der Zwischenkriegszeit siedeln sich die Arbeiter in den Vierteln „Dîmes“, „Chambière“ und „Vennes“ an. Die Stadtteile „Reyssouze“ und „Croix-Blanche“ entstehen während der „Dreißig Glorreichen Jahre“ (1945-1973). Am Ende des 20. Jahrhunderts wird Bourg-en-Bresse dank seiner Rolle als Verwaltungssitz und der vorhandenen Nahrungsmittel- und Industriebetriebe zum Anziehungspunkt für Handel, Dienstleistungsgewerbe sowie den Ausrüstungssektor.

Das 21. Jahrhundert: eine nachhaltige Vision der Entwicklung

Die Bevölkerung wächst dank zahlreicher Wohnungsbauprojekte weiter. Bei der jüngsten Volkszählung (INSEE 2007) zählte Bourg-en-Bresse 43 000 Einwohner und umfasste eine Fläche von 2400 Hektar. Die Stadt hat sich nunmehr dem Streben nach einer nachhaltigen Entwicklung verschrieben. Die städtischen Entscheidungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung richten sich nach den Parametern Umwelt, natürliche Ressourcen und Lebensqualität.

Photo de Bourg-en-Bresse vue du ciel. © Stéphane Nys – Air Tech Photo

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